Pressemitteilung: Angriff auf betende Juden in Halle perfide – rechtsstaatliche Konsequenzen gefordert

Berlin, 9.10.219, 18 h.- „Mit Abscheu, mit Verzweiflung, aber auch mit Entschlossenheit“ reagiert die Deutsch-
Israelische Gesellschaft auf die Morde von Halle, auf den vereitelten Anschlag auf die am höchsten jüdischen

Feiertag, Yom Kippur, vollbesetzte Synagoge, auf den Angriff des in unmittelbarer Nähe liegenden jüdischen
Friedhofes. „Ungeschützte Menschen, die beim Beten und Fasten in sich gekehrt den Tag in ihrem Gotteshaus
verbringen, ermorden zu wollen, die Synagoge „aufschießen“ zu wollen – ein perfideres Verbrechen ist kaum
denkbar“, so Claudia Korenke, Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

„Wir erfüllen unsere Verpflichtung gegenüber der jüdischen Gemeinde in Deutschland in unzulänglicher
Weise: Wir sprechen von ‚Schutz‘ und ‚Nie mehr wieder‘ und müssen dennoch nahezu täglich Gewalt an Juden
erleben. Wir, als Israel und allen jüdischen Menschen verpflichteter Verein müssen und werden uns noch
stärker, noch kompromissloser einsetzen, dass diesen kriminellen Taten ein Ende gesetzt wird. „Wir fordern
die aktive Solidarität jedes aufrechten Bürgers in diesem Land,“ so Korenke. „Juden der Sorge, der Angst, der
Gewalt und am Ende dem Exil anheim zu geben, ist der Anfang vom Ende unseres demokratischen
Zusammenlebens. „Wir haben Parallelen mit 1933 immer zurückgewiesen - aber können wir das wirklich
noch?“ fragt die Sprecherin und verweist auf den giftigen Nährboden, den AfD und andere Gruppierungen
rechtsaussen schaffen.

„Der Überfall auf gläubige Juden, Pogrome an Hohen Feiertagen, der Yom Kippur Krieg – das alles ist ein sich
stets wiederholendes Muster, das wir in rechtsstaatlicher Gemeinsamkeit unter Ausschöpfung all unserer
Möglichkeiten durchbrechen müssen“.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist die größte bilaterale Freundschaftsorganisation in Deutschland. Sie
setzt sich für Israel als einzige Demokratie im Nahen Osten und jüdisches Leben in 53 Städten des Landes ein –
nicht zuletzt auch in Halle.

Für weitere Fragen

Claudia Korenke
Deutsch-Israelische Gesellschaft
Vizepräsidentin

Claudia.korenke@korenke.com

 
 

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